Oberes Katsch – in Kärnten oder in Steiermark?

Katsch war immer schon problematisch für die Geschichtswissenschaft. Es gibt das Katschtal in Steiermark nördlich von Murau mit dem Katschbach und den Ort Katsch an der Mur an dessen Mündung in die Mur, wo auch eine gleichnamige Burgruine zu finden ist. Dann gibt es das Katschtal in Kärnten mit dem Fluss Lieser, dem Katschberg und der (verschwundenen) Ruine Rauchenkatsch am südlichen Ende des Katschtals. Natürlich gab es auch einige Personen, die sich „von Katsch“ nannten und bei denen, wie bei den Orten „Katsch“, nicht immer klar ist, ob sie dem steirischen Katsch oder dem Kärntner Katsch zuzuordnen sind. Man muss daher schon genau hinschauen – aber auch das funktioniert nicht immer.

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Statistisches aus 134 Jahren Carinthia I

Die Carinthia I ist die Zeitschrift des Geschichtsvereins für Kärnten. Sie erscheint jährlich seit 1891, davor 1890 als „Neue Carinthia“ und davor als Teil der „Carinthia“ gemeinsam mit dem Naturwissenschaftlichen Verein. Mein Ziel war es ein verlinktes Inhaltsverzeichnis der geschichtlichen Beiträge in der Carinthia I zu erstellen, welches online zu finden ist. Dieser Beitrag ist daher eigentlich eher ein Nebenprodukt zu dieser Arbeit. Die Daten sind aber trotzdem interessant, wie ich finde.

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War ein Ernst von Leobenegg bei der Schlacht bei Mühldorf?

Die Schlacht bei Mühldorf am Inn in Oberbayern im Jahr 1322 war eine Auseinandersetzung zwischen dem Herzog von Oberbayern Ludwig von Wittelsbach und dem Herzog von Österreich Friedrich von Habsburg um das Amt des römisch-deutschen Königs. Sie gilt als die letzte große Ritterschlacht ohne Verwendung von Feuerwaffen. Hat ein Ernst von Leobenegg teilgenommen?

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Travejach bei Villach?

Heinrich von Travejach war von 1290–1295 Bischof von Brixen. In der Literatur wird angegeben er stamme von Travejach bei Villach. Nun konnte ich Travejach aber nicht zuordnen und wollte mir das einmal genauer anschauen. Dabei ergab sich Trofaiach als bessere Zuordnung. Heinrich von Trofaiach wäre damit kein Kärntner, sondern Steirer gewesen.

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Ein Gmündner Sühnevertrag von 1420

Eine Urkunde vom 26. Februar 1420 aus Gmünd berichtet von einem Totschlag und enthält einen Schiedspruch zu dessen Sühne. Solche Sühneverträge wurden abgeschlossen, weil die Strafgerichtsbarkeit noch nicht vollständig etabliert war. Dem Täter wird dabei einiges auferlegt. Man erfährt auch manches zu den handelnden Personen in der Stadt Gmünd. Die Urkunde wird im Volltext wiedergegeben.

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Zur Datierung einer Salzburger Urkunde unter Erzbischof Friedrich II. im 13. Jahrhundert

Eine undatierte Urkunde (MHDC 5, S. 6f., No. 9) mit Forderungen des Salzburger Erzbischofs Friedrich II. von Walchen an den Grafen Albert I. von Görz wird bei Wiessner in der Monumenta Historica Ducatus Carinthiae im 5. Band grob in den Zeitraum 1270–1284 eingeordnet. Dabei handelt es sich um die Amtszeit Erzbischof Friedrichs. Aufgrund ihres Inhalts und weiterer Urkunden kann diese Datierung verfeinert werden.

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Erstnennungen von Orten im Lieser- und Maltatal

Urkundliche Erstnennungen sind interessante Zeugnisse der Siedlungsgeschichte, da sie Belege liefern ab wann eine Ansiedlung, Kirche, Burg oder anderes Gebäude bestanden hat. Natürlich kann dieser Ort auch vor der Nennung bereits längere Zeit bestanden haben und es gibt nur keine schriftlichen Belege dafür oder diese sind zerstört oder verloren. Hier liefert die Archäologie, Bauforschung und Dendrochronologie wertvolle Zusatzinformationen. Dieser Beitrag soll urkundliche Erstnennungen im Lieser- und Maltatal auflisten.

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Das Stadtrecht von Friesach für Gmünd im Jahr 1346
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In zwei am 22. März 1346 in Salzburg ausgestellten Urkunden verleiht Erzbischof Ortolf von Salzburg Gmünd einen Jahrmarkt für den Sonntag folgend auf den Tag des Heiligen Michael (29. September) und auch das Stadtrecht für Friesach. Dieses hatte Erzbischof Heinrich der Stadt Friesach am 29. Juli 1339 erneuert und bestätigt. Die Stadt wollte aber eine explizite Bestätigung der Rechte für Gmünd, also erfolgte dies am 3. Oktober 1346 in einer wiederum in Salzburg ausgestellten Urkunde.

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